Worüber keiner redet....

Die folgenden Zeilen spiegeln allein die Meinung des Verfassers wieder, jeder der das list kann sich seine eigene Meinung dazu bilden.

grundsätzlich gilt : Nach derzeitigem Stand der Technik und der Gesetzgebung, gibt es keine Abwasserlosegrube im Sinne des Gesetzgebers.

Jede Kläranlage die in irgendeiner Form betrieben wird, gilt als Sammelanlage oder benötigt eine wasserrechtliche Genehmigung

Mutmaßungen, dass man Anlagen voll betreiben könne mit Verdunstungstechniken oder ähnlichen, stellen ebenfalls den Tatbestand einer Einleitung da.

Mischwassersysteme unterliegen ebenfalls  der Auflage einer

abwasserrechtlichen Genehmigung. 

Kosten Vergleich zentral / dezentral

Klein Kläranlagen Vorteil für Grundstückseigentümer

Zentrale Kläranlagen sind nicht wirtschaftlich. Die Problematik und die Diskussionen, ob eine Ortschaft zentral oder dezentral angeschlossen wird, nehmen immer mehr an Bedeutung zu. Zentrale Anlagen machen natürlich Sinn und sind die bessere Alternative in hohen Ballungsgebieten. Dörfer oder gar kleinere Teilortschaften mit dieser Art der Entsorgung zu belasten, ist jedoch nicht sehr sinnvoll.

Der Kostenfaktor, der auf die Bewohner übertragen wird, ist teilweise untragbar.

Für die Lebensdauer gilt prinzipiell, dass man nicht von 80 Jahren ausgehen kann.

Keine Technik ist für eine so große Zeit wirtschaftlich gerechnet und wird immer nach Ablauf einer bestimmten Zeit abgeschrieben sein.

Natürlich kann man die anfallenden Kosten auf eine lange Zeit hochrechnen. Sinnvoll ist diese Denkweise jedoch nicht. Auch Kanäle und Entsorgungsleitungen unterliegen einem Verschleiß, so dass sie erneuert und ausgewechselt werden müssen.

 

Real gerechnet, müsste man von einen Zeitfaktor von maximal 50 Jahren ausgehen.

 

Rechnen wir jedoch unser Beispiel auf 80 Jahre wie es der ZkWAL gerne tut:
 

Das Argument, dass eine Kleinkläranlage in 80 Jahren mindestens 2 mal erneuert werden muss, ist ganz einfach zu widerlegen. Gehen wir von einem Abwasserpreis der  5,90 € auf eine Zeit von 80 Jahre beträgt aus, was sehr fraglich ist das die Kosten NICHT steigen werden und ein durchschnittlicher Haushalt 100 m³ Wasser im Jahr verbraucht.

 Somit fallen pro Haushalt etwa 590 € / Jahr an.

 

Das macht in 80 Jahren eine Summe von 47.200 €.

 

Von 47.200 € könnte man in diesen 80 Jahren ebenfalls ohne Berücksichtigung
der Kostensteigerung alle 8 Jahre eine neue Kleinkläranlage bauen.

 

Ein weiteres Argument, welches der Zkwal verwendet: Besitzer von Kleinkläranlagen haben ein so genantes Betreiberrisiko ist auch nicht haltbar. d.h. jeder Bürger hat ob zentral oder dezentral eine Verantwortung über die Einleitung von Fremdstoffen in das Abwassernetz oder des Grundwasser.

Es ist also immer die Verantwortung beim Besitzer . Jeder Bürger hat die Pflicht die Einleitung von Fremdstoffen zu vermeiden. Man kann  also nicht  verallgemeinern, indem man die Verantwortung in die Bereiche  Zkwal oder Grundstückseigentümer zuordnet.

 

Anschlusskosten für Gebäude oder einem Haushalt an das Abwassernetz oder an eine Kläranlage, kommen bei beiden Anlagen auf den Eigentümer zu.

 

Gehen wir von einem Normalen „ Angebot „ für die Erstellung einer Klein Kläranlage aus, sind diese Kosten im Angebot meistens enthalten. 

 

Bei einer Zentralen Lösung ist mit zusätzliche Kosten, wie die Übergabestelle ( Schacht ) , Reinigungsklappe oder Staufix, Rohrlängen und Anschlussleitungen von der Übergabestelle bis zu Ihrem Ablauf , in der Regel 30 – 40 m , zu rechnen.

 

Eine Klein Kläranlage kann in den meisten Fällen bequem an die Stelle wo die alte Anlage war errichtet werden. Grundsätzlich können alle Baumassnahmen Finanziert werden.

Auf eine Sicht von 80 Jahren ist generell damit zu rechnen, dass die allgemein wirtschaftliche Lage sich verändert, somit werden auch die laufenden Abwassergebühren steigen.

 

Kleinkläranlagen hingehen bieten einen relativ überschaubaren Kostenfaktor – Wartungsverträge können zwischen 50 – 450 € / Jahr liegen und beinhalten in Ausnahme fällen die Entsorgung des Schlammes schon im Preis.

 

Besitzer von biologischen Kleinkläranlagen mit Wartungsvertrag, müssen nicht mehr jedes Jahr entsorgen lassen , man spricht dann von „ Bedarfsgerechter „ Schlammabfuhr, was in einem 4 Personen Haushalt nach 5 Jahre sein kann  .

 

Der direkte Vergleich :

 

Zentrale :

 

Fläche ( Grundstück ) 1000 m²

Faktor bei einem Vollgeschoß  0,25

( Anlehnung an Grebs / Niendorf )

( bei zwei mal Vollgeschoß  ( Doppelhaus) beträgt der Faktor 0,4 ) d.h. die Bevorteilte Fläche nach der berechnet wird, ist entweder 250 m² oder 400 m².

Bevorteilte  Fläche =  250 m²

 

Beitragssatz 9,20 €/ m²   ( 250 m² x 9,20 € / m² = 2300,00 € )

 

  + Zusätzlicher Anschlusskosten ca. 1300,00 €

 

Summe = 3600,00 € nach einem Jahr

Laufende Kosten zwischen 4,60 € – 5,90 €  = ( mittelwert = 5,25 € / m³ )

Nach 1 Jahr = 5,25 € / m³ x 120 m² = 630 €

Nach 10 Jahren = 6300,00 €

Nach 30 Jahren = 18900,00 €

      Nach 80 Jahren = 50400,00 € als gezahlte Summe an den Zkwal !

 

Nach 80 Jahren hat der Grundstückseigentümer

also 54000,00 € ausgegeben für eine zentrale Anlage, wenn die Kosten gleich bleiben !

Wohlgemerkt dass diese Rechnung auf ein Grundstück von nur 1000 m² berechnet ist.

Und auf 120 m³ / Jahr  Verbrauch.

DER DEUTSCHE DURCHSCHNITT LIEGT JEDOCH BEI

KLEINKLÄRANALGEN BEI

NUR 80 m³ / JAHR !!

 

Das heißt sinkt der Verbrauch / Jahr – steigen die laufenden Kosten des Zkwal !

Da das Klärwerk nicht mehr voll ausgelastet wird, steigen die Unkosten, welche letztendlich auf den Bürger übertragen werden.

 

Die Kosten einer Klein Kläranlage

 

(Beispiel Groß Görnow - Sternberg)  

Kosten pro 4 EW Anlage ca. 4500 € - 5000 €  

Wartungsvertrag mit der Firma 58 € incl. 16 % MwSt/Jahr zuzüglich Laborkosten einmal im Jahr etwa 50 € incl. Mwst Laufende Kosten Gesamt pro Jahr 100 €  inkl. Wartung und Labor. Stromkosten bei technischen Anlagen 

 

125 W Kompressor

ca. 9 St. /Tag x 17 Cent = 0,19 Cent/Tag  = x 30 = 5,74/Monat = 68,85 €/Jahr

Abfuhr und Entsorgung alle 3 Jahre  = ca. 30,00 € / m³ = 30,00 x 3 m³ = 90,00 € Grundgebühr des Zkwal 5,00 € / Monat  = 60,00 € / Jahr

 

Nach einem Jahr  =  5000,00 + 100  = 5100,00 € Kosten

Die Kosten für die Erstellung einer KKA  sind in den letzten Jahren gesunken !

 

Nach 10 Jahren

Grundgebühr : 600,00

 3 x Ausfahren lassen & 10 Wartungen = 1870,00 €

Nach 30 Jahren

Grundgebühr = 1800,00

10  x Ausfahren lassen & 30 Wartungen = 3000,00 €

 

Nach 80 Jahren

( sehr unwahrscheinliche Rechnung – gerechnet ohne technische Ausfälle , sollte Elektronik in der Zeit kaputt gehen oder Dinge gewechselt und wieder Instand gesetzt werden müssen, kann man von ungefähr 200 – 300 € an Aufwand ausgehen. – Da dieser Faktor nicht kalkuliert werden kann, wird er auch nicht in der Rechnung berücksichtigt . )

Grundgebühr = 4800,00 €

80 Wartungen = 800,00 €

27 x Ausfahren lassen = 2430,00 €

 

Summe = 8030,00 €

 

Nach 80 Jahren hat man also als Eigentümer, im günstigsten Fall 13.130,00 € in seine Kläranlage investiert.

Das Aufrechnen der Anlagen auf 80 Jahre macht aber keinen Sinn, eine so lange Zeit kann und ist nicht kalkulierbar. – Niemand kann sagen was in 80 Jahren sein wird und ob dann nicht andere Regelungen die geltenden Normen umgestoßen haben. Das Fazit der Sache soll sein, dass man erkennt, dass eine zentrale Lösung ohne die Berücksichtigung der laufenden Kosten vielleicht im ersten Moment für kleine Grundstückseigentümer sinnvoll und kostengünstiger ist, jedoch betrachtet man die laufenden Kosten mit als Faktor, wird schnell klar warum eine Kleinkläranlage  auf längere Sicht rentabler ist.

 

Für Besitzer deren Grundstücke größer als 1700 m² sind, macht nach dem obigen Rechenbeispiel eine zentrale Lösung keinen Sinn. Diese Lösung der Abwasserentsorgung wird sich schnell zu einem großen Kostenfaktor im laufe der Zeit entwickeln.

 

Einer dezentralen Lösung sollte einfach aus rein logischen Gesichtspunkten der Vorzug eingeräumt werden. Das Rechenmuster, welches zur Berechnung des Abwasserbeitrages für die Gemarkungen Grebs und Niendorf  (MV) genommen wurde, zeigt deutlich, dass man so nicht mit der Kostenumlage umgehen kann und darf.

 

Kleinkläranlagen sind nicht nur deutlich kostengünstiger, sondern werden auch nicht nach der Größe des Grundstückes berechnet und errichtet.

 

Der Sparfaktor bei einer dezentralen Variante ist immer auf Seiten des Bürgers                                                                                       

 

 

 

Kläranlagenwartung Roberto Petersen Logo